Im Mai 2023 fand die erste Versammlung statt. Da wurde der "Kulturrat" gegründet. An den bisherigen Beratungstreffen haben jeweils zwischen 11-25 Personen teilgenommen. Das gesamte Netzwerk besteht aktuell aus 30-35 Personen.
Wer ist im Kulturrat ?Die Versammlung besteht derzeit aus den Menschen, die sich im Rahmen der beiden Förderprojekte "Utopolis" (Herbst2019-Herbst2023) und "Kulturrat" (Mai24-Mai25) am Kulturprogramm im ex-Sultanmarkt, in der Neustadt12 oder im öffentlichen Raum mit selbstständigen Aktionen oder aktiv kooperativ beteiligt haben.
Voraussetzung war und ist also eine aktive Beteiligung am internationalen Programm.
Im Kulturrat sind sowohl Einzelpersonen als auch VertreterInnen von Vereinen. In der Regel handelt es sich bei den Veranstaltungen um Kunst- und Kulturveranstaltungen, Vermittlungsprojekte und Workshops. Im Lauf der Zeit kam zur Kunst und Kultur noch Bildung hinzu, zB Sprachkurse (Englisch und Deutsch)
Ein erstes Konzept, das die Grundlagen der Gruppe beschreibt, wurde entwickelt:
"Der große gemeinsame Nenner des Projekts ist die Kunst". An diesem Konzept wird weiter gearbeitet. Das Verständnis von Kunst ist sehr verschieden.
Mit jedem neuen Kulturrat Treffen ergeben sich Weiterentwicklungen. Manchmal springen Leute aus verschiedenen Gründen ab - andere kommen dazu.
Diese
Themen-Foren sind bis heute entstanden:
Gesprächs- und Diskussionsebene "Kulturrat"auf der
alle Fragen von Internationalität und Integration ausgesprochen und diskutiert werden können. Insbesondere, wie man erreichen kann, dass sich in den Entscheidungsgremien von Organisationen und Gruppen und Institutionen die Veränderung der Gesellschaft hin zur multikulturellen Teilhabe widerspiegelt und messbar ist. Für uns intern bedeutet das, dass der Anteil von internationalen Menschen nicht kleiner als 50% sein darf. Diese 50% haben wir bisher immer leicht einhalten und übertreffen können. Zudem sind die Entscheidungs- und Verantwortungspositionen ebenfalls so gestaltet.
Dieses Forum trifft sich einmal im Monat in der großen Runde. Das ist das Forum für alles. Hier ist das persönliche Treffen das Wichtigste. Es wird versucht, andere interessante Akteure aus anderen Städten einzuladen ( zB die "Wüstenblume" aus Rendsburg und der "afghanische FLINTA Stammtisch" aus Kiel ).
Umsetzung von neuen Arbeitsgruppen und Teams aus dem Forum heraus.im und am ex-Sultanmarkt, beim Verein 8001 und stadtweit in projektbezogenen Kooperationen. Dabei geht es sowohl um die Entwicklung des Kulturrats an sich als Forum, als auch um die Umsetzung von neuen Arbeitsgruppen und Teams aus dem Forum heraus. Hierfür ist der Rahmen gesetzt, dass es für jedes Projekt ein Kernteam gibt, das aus nicht weniger als 4 Personen besteht, die aus verschiedenen Herkünften kommen. Das Ziel ist es die Selbstorganisation migrantischer Kunst- und Kulturakteure umzusetzen und im besten Fall ein komplettes Organisationsteam für Kunst und Kultur auf die Beine zu stellen. Hier sind mehrere kleine Gruppen aktiv geworden.
Etablierung einer internationalen Kulturvermittlungsorganisation.Die Kunst und Kulturvermittlungsszene ist noch sehr deutsch. Das möchten gerne ändern. Schulen und Institutionen brauchen ein internationaleres Angebot. Darum wollen wir die Bildung von Netzwerken für Kunst- und Kulturvermittlung mit internationalem Personal unterstützen. Sowohl Profis als euch Autodidakten können sich hier einbringen.
Hier geht es zur Teilnahme Den ex-Sultanmarkt verstetigenTrotzdem der ex-Sultanmarkt ein bundesweit bekanntes Erfolgsmodell ist, zeigt "die Stadt" momentan kein Interesse das Projekt langfristig durch eine dauernde Überlassung der Immobilie zu garantieren. Sogar das Gegenteil. Unser Mietvertrag endet im Dezember 2026.
Leider gibt es für einen erfolgreichen Kampf um das Projekt zur Zeit nicht genügend gesellschaftlichen Rückhalt.
Seit Herbst 2019 ist die Kunst- und Kultur Baustelle 8001 der Träger. Der Kulturrat ist entstanden aufgrund der Einladung des Vereins an alle Menschen und Gruppen, die in den letzten Jahren wie oben beschrieben aktiv geworden sind. Der Dreh- und Angelpunkt ist stets die Selbstorganisation und die Kunst, Kultur und Bildung.
Damit die Substanz der Idee internationaler Selbstverwaltung nicht verloren geht, wenn der ex-Sultanmarkt schließen muss, wird seit einiger Zeit angestrebt den Kulturrat als Institution zu verselbstständigen.